Erste Westernreiter Union

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Western-Disziplinen

Übersicht der Disziplinen

In dieser Übersicht finden Sie aufgelistet die verschiedenen Western-Disziplinen. Klicken Sie sich einfach durch und erfahren Sie mehr über die Vielseitigkeit des Westernturniersports.

Reining

Reining ist die Dressur im Westernreitstil. Reining bedeutet ein Pferd nicht nur zu lenken, sondern auch jede seiner Bewegungen zu kontrollieren. Ein gutes Reiningpferd sollte sich willig führen lassen und mit wenigen und kaum sichtbaren Hilfen zu kontrollieren sein. Die einzelnen Reiningelemente, schnelle und langsame Galoppzirkel, fliegende Galopp-Wechsel, Spins, Sliding Stops, Rollbacks und Rückwärtsrichten, werden zu Aufgaben (Pattern) zusammengefasst.

Es gibt verschiedene Reining-Pattern, deren einzelne Abschnitte in der festgelegten Reihenfolge geritten werden müssen. Außer dem Abzug von Fehlerpunkten bei schlecht ausgeführten Manövern gibt es Pluspunkte. Sie werden für Weichheit, Eleganz, Haltung, Schnelligkeit und die Art, verschiedene Manöver durchzuführen, gegeben. Die schnelle Folge der einzelnen oft rasanten Manöver erfordern ein sehr gut ausgebildetes und vor allem nervenstarkes Pferd.

Sliding Stop
Sliding Stop
Schnelle Galoppzirkel
Schnelle Galoppzirkel

Western Horsemanship

Bei der Horsemanship stehen die Leistungen des Reiters im Vordergrund. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen. Die verlangte Einzel-Aufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was auch eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt.

Es sind keine spektakulären, dafür aber penibel nachzureitende Manöver, die verlangt werden. In der Kürze liegt die Würze. Die Einzelaufgabe geht zu 80 Prozent in die Wertung ein. Der zweite Teil, die Railwork, bei der alle oder die besten Reiter nach der Einzelaufgabe teilnehmen, fließt zu 20 Prozent in die Wertung ein. Optisch ist dieser zweite Teil eine Pleasure. Im Gegensatz zu einer Pleasure wird hier allerdings weiterhin vor allem das Können des Reiters. beurteilt.

Horsemanship
Horsemanship
Horsemanship
Horsemanship

Trail

In dieser Geschicklichkeits-Prüfung müssen die Pferde mindestens sechs Boden-Hindernisse bewältigen. Das gute Trail-Pferd soll sich unerschrocken und überlegt jedem Hindernis nähern, es prüfen und dann bewältigen.

Beispiele für die Aufgaben:

  • Der Reiter muss ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, ebenfalls das offene Tor zu passieren.
  • Eine Brücke soll von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden.
  • Am Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, müssen ohne Berührung in den verschiedenen Gangarten überschritten werden.
  • Auch ein Rückwärtshindernis z.B. durch ein Stangen-L oder um Pylone gehört immer zu jedem Trailparcours.
Trail
Trail
Trail
Trail

Western Pleasure

Bereits der Name der Prüfung sagt alles: Es soll für den Reiter ein Vergnügen sein, das Pferd in den drei Grundgangarten am losen Zügel möglichst bequem und fließend vorzustellen. Die Pferde werden nach ihren Gangarten und nach ihrer Bereitschaft beurteilt, die unsichtbaren Hilfen des Reiters sofort zu befolgen, was die Prüfung für den Zuschauer sehr mühelos erscheinen lässt. Von den Reitern ist bei dieser "Materialprüfung" aber höchste Konzentration gefordert. Die Pferde sollen in ihrer jeweiligen natürlichen Selbsthaltung und damit in ihrem individuellen Tempo vorgestellt werden.

Ein gutes Pleasurepferd hat taktreine, flache, elastische Gänge und trägt sich auch ohne ständige Einwirkung des Reiters möglichst selbst. Da die Pferde individuell unterschiedliche Geschwindigkeiten besitzen, besonders im Trab und Galopp, darf in der Pleasure überholt werden. Die Pferde müssen ihr jeweiliges Tempo in den verschiedenen Gangarten konsequent beibehalten.

Auf dem Abreiteplatz
Western Pleasure

Western-Riding

Bei der Western Riding sind vor allem zahlreiche fliegende Galoppwechsel auf den Punkt genau zu absolvieren. Sie gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen.

Eine Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, sich losgelassen und mühelos bewegenden Pferdes. Pluspunkte werden vergeben für weiche, taktreine Gänge bei gleich bleibendem Tempo während der gesamten Aufgabe.

Western Riding
Western Riding
Western Riding
Western Riding

Superhorse

Die Superhorse- Prüfung ist ein Kombinationsprüfung aus verschiedenen Western-Disziplinen. Sie erfordert ein sehr vielseitig ausgebildetes Allaround-Pferd und setzt sich zusammen aus Elementen des Trail, der Pleasure, Westernriding und Reining.

Die Superhorse wird nur von der EWU angeboten und ist offen für Pferde ab 7 Jahren.

Starker Trap im Superhorse
Starker Trap im Superhorse
Superhorse
Superhorse

Ranchriding

Ab 2015 neue Disziplin bei der EWU - die Ranch Riding.

Allroundprüfung für Ranchpferde nach vorgegebenen Pattern. Verlangt werden können Schritt, Trab und Galopp mit deutlicher Vorwärtstendenz, das Überreiten von Stangen, Sidepass, Spins und Stops. Die Ausrüstung des Pferdes und des Reiters sollte schlicht und zweckmäßig sein. Das Reiten mit zu langen Zügeln, zu langsam oder mit zu tiefem Kopf oder Kopf hinter der Senkrechten wird mit Abzügen und Penalties bestraft. Pluspunkte gibt es für zügiges flottes Vorwärtstempo mit weichen Übergängen in allen Gangarten. Das Pferd sollte willig und unverzüglich den Hilfen des Reiters folgen. 

Ranchriding

Showmanship

Bei der Showmanship at Halter stellt der Vorführende sein Pferd an der Hand vor. Ursprünglich nur als Jugend-Disziplin gedacht, erfreut sich diese Disziplin auch bei Erwachsenen einiger Beliebtheit.

Der Vorsteller muss in der Lage sein, das Pferd nach einem vorgegebenen Pattern exakt vorzustellen. Dazu gehört auch das korrekte Aufstellen vor dem Richter. Bewertet werden neben dem exakten Pattern auch Ausrüstung und Kleidung des Vorstellers auch der Pflegezustand des Pferdes. Was gekonnt sehr leicht aussieht, erfordert ebenso fleißiges Üben und Trainieren wie jede Reitdisziplin.

Showmanship
Showmanship
gut behutet
gut behutet

Cutting

Auf vielen allen Turnieren sind die Rinderdisziplinen der Publikumsmagnet. Der Cutter wird bei seiner Arbeit von vier selbstgewählten Helfern - zwei Herdholder zum Kontrollieren der Herde und zwei Turnbacks zum möglichen zurückdrängen des Rindes zur Herde - unterstützt. Wenn das Pferd langsam in die Herde geht, beginnt der Reiter, ein Rind auszuwählen.

Gute Cutter studieren die Herde, bevor sie in den Wettkampf gehen, um herauszufinden, welches Rind für eine besonders attraktive Darstellung ihres Pferdes geeignet ist. Der Reiter trennt ein Rind und positioniert sein Pferd für den Cut ("Schnitt"). Indem der Reiter die Zügelhand bis knapp über den Pferdehals senkt, signalisiert er dem Pferd, dass dieses unabhängig und ohne Führung des Reiters zu arbeiten hat. Das Pferd soll nun selbstständig bei durchhängendem Zügel verhindern, dass das separierte Rind zur Herde zurückgelangt.

Wird das Rind untätig oder verliert es gar die Lust, zur Herde zurückzukehren, hebt der Reiter die Zügel an und signalisiert Pferd und Richter, das Rind aufzugeben. Als Zeitpunkt des Quittens (beenden) gilt, wenn der Reiter seine Zügelhand hebt und die freie Hand auf den Hals des Pferdes legt, auch wenn das Pferd noch nicht unverzüglich stoppt. In 150 Sekunden kommt es auf das Zusammenspiel von Reiter, Pferd, Rind und Helfern an. Und wer gut ist, weiß auch sein Pferd genau einzuschätzen und seine Helfer entsprechend einzuweisen.

Cutting
Cutting
Cutting
Cutting

Working Cowhorse

Diese Rinderdisziplin wird in zwei Teilen geritten. In dem ersten Teil zeigen Pferd und Reiter ihr Können in einer kleinen Reining, also "Trockenarbeit", im Fachjargon "Dry Work". Im zweiten Teil ist Fence Work verlangt. Ein Rind muss dabei kontrolliert an der langen Seite der Bahn mindestens einmal in jede Richtung gegen die Bande gewendet werden.

Zum Schluss treibt der Reiter das Rind in die Bahnmitte, um es dort auf einer Acht zu zirkeln. Wie beim Cutting muss dies alles innerhalb von zweieinhalb Minuten geschehen.

Working Cowhorse
Working Cowhorse
Working Cowhorse
Working Cowhorse

Jungpferdeprüfungen

Um jungen Pferden den Turnier-Einstieg unter erleichterten Bedingungen zu ermöglichen, bietet die EWU spezielle Prüfungen für 4- und 5jährige Pferde an. Es gibt drei verschiedene Prüfungen: die Jungpferde-Basis, den Jungpferde-Trail und die Jungpferde-Reining. Bewertet werden neben dem korrekten Ausführen der jeweiligen Pattern auch das Exterieur der Pferde, sowie Charakter, Rittigkeit und Gänge. Jungpferdeprüfungen werden nur von der EWU angeboten.

Am Jahresende werden die besten Jungpferde des Jahrgangs zum Jungpferde-Championat im Rahmen der German Open eingeladen.

Jungpferde
Jungpferde
Jungpferde
Jungpferde

Weitere Informationen

Regelwerk der EWU

Hier können Sie das aktuelle Regelbuch 2011 der EWU downloaden

Regelbuch Teil 1

Regelbuch Teil 2